Montag,
17. August
2026,
Meinerzhagener Zeitung
Die wunderschöne Romanverfilmung „Der Buchspazierer“ erzählt von einer innigen Freundschaft
Menschen, die an Büchern schnuppern
Sind die Menschen glücklich, platzt ihnen die Wonne aus allen Knopflöchern; ihr Unglück hingegen verbergen sie oft tief in sich drin. Das gilt auch für Carl Kolhoff, obwohl er auf den ersten Blick den wohl schönsten Beruf überhaupt hat. Carl ist um die siebzig, arbeitet in einer Kleinstadtbuchhandlung und weiß, welche Lektüre genau die richtige für seine Stammkundschaft ist. Allmorgendlich packt er diese Bücher in seinen Tornister und macht sich auf den Weg, weil die Männer und Frauen, die er beliefert, aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr vor die Tür gehen. Auf seinen Wegen durch die Gassen wird Carl von einem Mädchen beobachtet. Schascha ist neun, neu in der Stadt und Außenseiterin in ihrer Klasse. In Carl spürt sie eine verwandte Seele, und tatsächlich ist der von ihr sogenannte „...
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